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Mallorca

Genau wie Texel, so ist auch Mallorca schon zu unserer zweiten Heimat geworden. Wir waren bereits einige Male auf dieser tollen Insel und kommen immer wieder begeistert zurück. Von wegen „Hausfraueninsel“ und „Ballermann“ … Dieses Image können wir überhaupt nicht bestätigen. Mallorca hat viele wunderschöne Ecken, die entdeckt werden möchten. Wir empfehlen Euch, die Insel auch einmal im Februar oder März zu besuchen. Dann blühen unzählige Mandelbäume, der Frühling hält Einzug und ein ganz besonderer Duft liegt über der Insel – traumhaft.

Die ersten Jahre haben wir klassische Pauschalurlaube gebucht. Mittlerweile sind wir aber dazu übergegangen, die Reisen selbst zu organisieren. Wir versuchen, möglichst günstige Flüge zu bekommen, buchen einen Mietwagen direkt ab Flughafen und über FeWo-Direkt haben wir bereits einige Male eine Finca gebucht (nicht nur auf Mallorca). Dieses Portal können wir übrigens wärmstens empfehlen.

Der Nordwesten der Insel, insbesondere Pollença und Umgebung, gefällt uns persönlich am besten. Gerade für Wanderungen im Tramuntana-Gebirge ist Pollença ein idealer Ausgangsort. Viele schöne und urige Bergdörfer sind mit dem Wagen leicht zu erreichen: Fornalutx, Sóller, Dejá, Valldemossa, Alcúdia, Artà und viele mehr. Und wenn man einmal „Großstadtluft“ schnuppern möchte, so ist man mit dem Auto in knapp 30 Minuten in Palma.



Flagge von Mallorca

Alcudia ist wahrscheinlich die älteste Stadt Mallorcas und von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Auf einen Bummel durch die Altstadt sollte man auf keinen Fall verzichten.

Das romantische Städtchen Artà mit seinen zahlreichen Gassen ist touristisch noch wenig erschlossen. Von weiten schon sieht man den Kalvarienberg und die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador. Von der Kirche aus führt eine mit Zypressen gesäumte Treppe zur Festungsanlage hinauf. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf die Bucht von Canyamel.

Cala Figuera ist ein sehr schönes Fischerdorf. Der Ort hat sich seinen Charme bewahrt, ist noch sehr ursprünglich und für Erholungssuchende ideal. Es gibt nur wenige, kleine Hotels. Ein Tagesauflug nach Cala Figuera lohnt auf jeden Fall.

Cap Formentor ist die nordöstliche Spitze von Mallorca. Die ca. 20 km lange Serpentinenstraße bis zum Cap ist ein wirklich besonderes Erlebnis. Immer wieder gibt es herrliche Aussichtspunkte und spektakuläre Panoramablicke. Am Cap befindet sich ein alter Leuchtturm (kleine Bar vorhanden), von dessen Plattform aus man eine tolle Fernsicht genießen kann. Im Sommer ist Cap Formentor ein Touristenmagnet und es kann recht voll werden, die Parkmöglichkeiten sind dann ebenfalls sehr knapp.
Auf dem Rückweg ist ein Stopp am Playa de Formentor sehr zu empfehlen. Das Wasser ist hier noch sehr sauber und man genießt einen herrlichen Blick über die Bucht. Hier liegt auch das bekannte Hotel Formentor, in welchem schon zahlreiche Persönlichkeiten übernachtet haben.

Am Ortseingang von Alaró geht eine ausgeschilderte Straße hinauf zum Castell de Alaró. Die relativ schlechte Straße führt bis nach „Es Verger“, einem einfachen und urigen Restaurant (bekannt für seine geschmorte Lammkeulen). Von dort führt eine ca. 1 stündige Wanderung steil hinauf zur Ruine. Die Mühe wird mit einem fantastischen Ausblick über die Insel belohnt.

Das malerische Bergdorf Deiá, umgeben von Oliven-, Zitrus- und Mandelbäumen und hoch über dem Meer, ist bekannt als Künstlerkolonie, hier soll schon Pablo Picasso gewohnt haben. Deiá trägt auch den Beinamen „Künstlerdorf“, weil sich hier bereits zahlreiche Künstler wie Peter Ustinov, Andrew Lloyd Webber und Pierce Brosnan niedergelassen haben. Auch Michael Douglas hat hier ein Feriendomizil. Die Preise in den Bars und Restaurants liegen aus diesem Grund wohl über dem Durchschnitt. Aufgrund des großen Touristenandrangs ist es Reisebussen mittlerweile verboten dort zu halten. Man muss daher mit dem PKW anreisen.

Der Herrensitz Els Calserers zeigt, wie der Landadel vor etwa 200 Jahren auf Mallorca gelebt hat. Das Landhaus und die dazugehörigen Gärten und Wirtschaftsgebäude sind wirklich sehenswert. Ideal ist eine Besichtigung um die Mittagszeit. Dann sind die Touristenmassen der organisierten Inseltouren beim Mittagessen und man kann das Anwesen in Ruhe erkunden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 8 EUR.

Von Artá aus ist es nur ein Katzensprung zum Kloster Ermita de Betlém. Von hier aus hat man eine sagenhafte Aussicht auf die Bucht von Alcudia und bei guter Sicht erkennt man die Berge von Formentor. Die Stille hier oben wird nur durch Ziegenglocken und das Zirpen der Grillen unterbrochen.

Inmitten des Tramuntana-Gebirges liegt das kleine und gemütliche Bergdorf Fornalutx, welches bereits mehrfach als schönster Ort Spaniens ausgezeichnet wurde. Zu Recht, wie wir finden. Die enge Bebauung und die vielen kleinen Gässchen und Treppen prägen das Dorf, welches unter Denkmalschutz steht. Überall zieren farbenprächtige Blumen und Pflanzen das Ortsbild und die vielen Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Bei Puigpunyment liegt das Naturschutzgebiet La Reserva. Hier findet man zahlreiche Wanderwege mit bizarren Felsformationen, Wasserfälle, Kaskaden und eine Vielzahl an heimischer Pflanzenwelt. Zusätzlich werden verschiedene sportliche Aktivitäten angeboten und es gibt einen schön gelegenen Grillplatz. Grillfleisch kann man natürlich selbst mitbringen oder vor Ort an der Bar kaufen.

Das Kloster Lluc liegt sehr idyllisch im Tramuntana-Gebirge zwischen Sóller und Pollença und ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Die wunderschöne Landschaft um das Kloster herum zieht viele Wanderer und Radfahrer an, die oftmals die einfachen Übernachtungsmöglichkeiten im Kloster nutzen. Für die Besichtigung des Klosters muss man keinen Eintritt zahlen, lediglich für das Museum. Vorort gibt es ein Café und ein Restaurant.

Das kleine Dorf Orient, ca. 25 km von Palma entfernt, zählt zu den schönsten der Insel. Seinen Reichtum verdankt das Dorf den vielen Mandel- und Olivenplantagen. Es liegt sehr abgelegen und ist oftmals Ausgangspunkt für Wanderungen. Eine sehr schöne Wanderung führt zur Burgruine Castell de Alaró.

Paguera (auch Peguera) liegt im Südwesten der Insel und ist besonders bei deutschen Urlaubern beliebt. Entsprechend groß ist das Angebot an deutschen Biersorten, Bars und Restaurants am sogenannten „Boulevard“ – der Flaniermeile Pagueras. Diese, fast autofreie Fußgängerzone führt fast durch den ganzen Ort und lädt zu einem abendlichen Bummel ein. In Paguera gibt es drei Badestrände, die alle sehr sauber und insbesondere für Familien mit Kindern geeignet sind. Etwas außerhalb liegt Cala Fornells. Dies ist eine noble Feriensiedlung und wir empfehlen unbedingt einen Spaziergang durch die Straßen mit den vielen noblen Villen, teils in ausgefallenem Stil.

Pollença liegt im Norden der Insel und ist für uns eines der schönsten Städtchen Mallorcas. Bei einem Streifzug durch die engen verwinkelten Gassen findet man immer wieder nette Ecken und malerische Ansichten. Sonntags lädt die Plaza Major mit Ihren Bars und Restaurants zum Verweilen ein, weil dann der wöchentliche Obst- und Gemüsemarkt stattfindet. Von der Plaza steigt man hinauf zum Kalvarienberg (365 Stufen), von wo man eine wunderschöne Aussicht über die Stadt und in Richtung Port de Pollença hat. Das Wahrzeichen Pollenças ist ein Hahn, der auch das Stadtwappen ziert. Sehr zu empfehlen sind die beiden Restaurants „La Taberna del Temple“ (c/Mont i Sión 17) und „Bar Nou” (Antoni Maura 13).
Von dem 300 m hohen Klosterberg Santa Maria (Puig de Santa Maria) hat man einen überwältigen Blick über die Landschaft bis zur Küste. Der Aufstieg ist allerdings recht anstrengend, eine Auffahrt mit dem Wagen ist nicht ratsam (keine Wendemöglichkeit).
Wen’s interessiert: Die Peter Maffay Stiftung unterhält seit 2003 die therapeutische Finca „Ca’n Llompart nahe Pollença. Das wirklich gute Restaurant „Trencadora“direkt in Pollença gehört ebenfalls zur Stiftung.

Einer der schönsten Hafenorte ist Port d’Andratx. Hier tummeln sich vor allem die Schönen, die Reichen und die Promis mit ihren Luxusvillen und –yachten. Entsprechend teuer ist es in den vielen Restaurants, Bars und Geschäften. Man sollte Port d’Andratx also entweder mit gefülltem Magen oder einen dicken Geldbeutel besuchen. Aber ein Café con Leche an der schönen Uferpromenade sollte auf jeden Fall drin sein.

Direkt an der Küste liegt Port de Pollença. In dem ehemaligen Fischerdorf findet man heute etliche Bars und Restaurants sowie einen großen Yachthafen. Direkt am Strand gibt es einen sehr schönen Fußweg, der die ganze Bucht entlang führt. Eine Umgehungsstraße sorgt mittlerweile dafür, dass sich der Verkehr in Richtung Cap Formentor nicht mehr durch den Ort staut.

Hauptattraktion von Port de Sóller ist die historische offene Straßenbahn, welche zwischen dem Hafenort und Sóller pendelt. Von Sóller aus gelangt man mit der Schmalspurbahn direkt nach Palma.

Palma de Mallorca ist die Hauptstadt Mallorcas und gehört zum Pflichtprogramm jedes Inselbesuchers. Für einen ersten Eindruck empfehlen wir unbedingt eine Stadtrundfahrt mitdem Doppeldeckerbus „Hop-On Hop-Off“, der alle wichtigen und interessanten Sehenswürdigkeiten anfährt. Anschließend kann man stundenlang durch die malerischen Gässchen wandern oder auch shoppen. Immer wieder findet man nette und urige Cafés oder Tapas-Bars, die zum Verweilen einladen und auf der Plaza Major kann man den Straßenkünstlern zuschauen. Besonders imposant und beeindruckend sind die vielen gotischen Bauten und Jugendstilhäuser. Ein abschließender Bummel am Yachthafen rundet den Besuch ab.
Palma ist zu jeder Jahreszeit immer wieder eine Reise wert!

Castell de Bellver: Von hier aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Hauptstadt Mallorcas. Im Erdgeschoss der Burg gibt es ein Museum zur Stadtgeschichte Palmas.

Forn des Teatre (gegenüber dem Grand Hotel): Hier gibt es die besten Ensaimadas und andere hervorragende Backwaren!

Kathedrale Le Seu: Das Highlight unter den Sehenswürdigkeiten von Palma ist mit Sicherheit ein Besuch der berühmten Kathedrale. Allein der Blick auf die mächtige Fassade ist unheimlich beeindruckend (110 Meter Länge und 33 Meter Breite). Ideal ist eine Besichtigung am Morgen, wenn die Sonne durch eine farbenprächtige Rosette an der Ostseite der Kathedrale scheint.

Pueblo Español (Spanisches Dorf): Hier findet man originalgetreue Nachbauten bedeutender spanischer Gebäude in einem kleineren Format. Besichtigen kann man z. B. die Alhambra, das Haus von El Greco, Plaza Mayor, Baños Arabes und viele mehr.

Die atemberaubende Serpentinenstraße nach Sa Calobra ist eine Attraktion Mallorcas. Die Straße schraubt sich in einer Länge von 14 km mit teils sehr engen Kurven und fantastischen Aussichten hinunter ins Dorf und die Bucht. Der Höhepunkt bildet der sogenannte „Kravattenknoten“, eine Kurve von 270 Grad. Die Strecke ist schon lange kein Geheimtipp mehr und aufgrund dessen ziemlich gut besucht. Unten angekommen gelangt man durch einen kurzen Tunnel zu einem kleinen Strand und zu einer Felsschlucht, die erwandert werden kann. Die Bucht von Sa Calobra wird bei guten Wetter mit einem Boot von Port de Sóller aus angefahren.

In der Nähe von Esporles liegt Sa Granja. Das alte Herrenhaus ist zu einem sehr interessanten Museum umgebaut, in dem man einiges über die Lebensart und das Handwerk der Menschen aus früheren Jahren erfährt. Man kann eine Färberei, eine alte Ölmühle, eine Destillieranlage, einen Weinkeller und sogar einen Folterkeller besichtigen. Neben den vielen Gebäudeteilen lädt der große Garten zu Spaziergängen ein oder man verkostet den mallorquinischen Wein.

In Sineu findet jeden Mittwoch ein Bauernmarkt statt, den mal unbedingt einmal besuchen sollte. Auf dem großen Viehmarkt werden Schafe, Ziegen, Schweine, Hunde, Pferde und viele andere Haustiere verkauft. In den engen Gassen werden außerdem jede Menge Obst, Gemüse, Fisch, Gewürze und andere Köstlichkeiten zu günstigen Preisen angeboten. Natürlich findet man hier auch Kunsthandwerk, Lederwaren und Stickereien. Ein Highlight ist der ehemalige Bahnhof, der zu einer Kunst- und Bildergalerie umgebaut wurde.

Nicht weit von Deiá kann man das Herrenhaus Son Marroig besuchen (Eintritt 3 EUR) und es lohnt sich in jedem Fall. Man kann die antike Einrichtung und den wunderschönen Garten mit einer Terrasse, auf der ein Marmorpavillion steht, besichtigen. Ein tolles Fotomotiv!

Das malerische Bergdorf Valldemossa liegt ca. 18 km nördlich von Palma. Es ist ein typisch mallorquinisches Dorf und strahlt einen ganz besonderen Charme aus. Valldemossa verdankt seine Bekanntheit vor allem dem Komponisten Frederic Chopin und der Schriftstellerin George Sand, die einen Winter dort gelebt haben. Das ehemalige Kloster (Kartause de Valldemossa), in dem die beiden wohnten, wurde für die Touristen umgebaut. Die Heilige Catalina Thomas wurde in Valldemossa geboren und an vielen Häusern findet man bunte Ziegel, die aus dem Leben der Heiligen erzählen. Außerdem wurde auf die Initiative von Michael Douglas ein Kulturzentrum gebaut, welches Informationen über die Natur der Serra de Tramuntana bietet. Hier finden auch kulturelle Veranstaltungen statt.