Wir über unsAfrikaEuropaFoto-Show´sInformationen

2022 Albanien


Oh Gott, Albanien! Wie kommt ihr denn auf diese Idee? Das ist doch viel zu gefährlich! Da kann man doch nicht hinfahren!
Diese oder ähnliche Kommentare mussten wir uns in den letzten Wochen und Monaten immer wieder anhören.

Tja, wie kamen wir denn eigentlich auf die Idee nach Albanien zu fahren?

Auf YouTube haben wir mehr oder weniger durch Zufall einige Videos gesehen, die unsere Lust und Neugierde auf dieses (fast) unbekannte Land geweckt haben. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Christian von Benny Goes Overland, an Evi & James von den reiseVANaten und an Iris & Uwe von Iris und Uwes WoMo Welt. Ihr habt uns inspiriert und seid „schuld“, dass wir uns Albanien als Urlaubsland 2022 ausgesucht haben.

Wir haben im Internet recherchiert, Reiseführer gewälzt und uns nach und nach mit Informationen versorgt. Albanien hat so viel zu bieten, dass wir auf unserer ersten Tour nicht alle interessanten Spots und Sehenswürdigkeiten anfahren konnten.

Wir wollten gerne den weiten Landweg etwas verkürzen, um möglichst viel Zeit in Albanien zu verbringen. Daher haben wir uns dazu entschieden, die Fähre von Ancona (Italien) nach Durrës zu nutzen. Wir haben bereits Anfang Mai über www.faehreonline.com gebucht und die Überfahrt erfolgte mit Adria Ferries. Die Kosten beliefen sich für Hin- und Rückfahrt auf gut 700 € für 2 Personen (Innenkabine) und Wohnmobil, Camping an Bord war leider nicht möglich.

Um es auf den Punkt zu bringen: Keine der vielen Vorurteile über Albanien können wir bestätigen. Im Gegenteil: Albanien hat uns fasziniert! Traumhafte Landschaften wie z. B. die Albanischen Alpen, wunderschöne Strände, sehr gastfreundliche und hilfsbereite Menschen, sehr gutes und - für unsere Verhältnisse - günstiges Essen und viele Möglichkeiten zum Freistehen (noch).

Albanien gefällt uns so gut, dass wir mit Sicherheit ein weiteres Mal hinfahren werden. Die Schwerpunkte werden wir dann auf die Albanischen Alpen, das Valbona Tal und den Osten des Landes sowie den Ohridsee legen.

Im Anschluss an diesen Blog findet ihr noch ein Fazit mit einige Tipps und Anmerkungen. Vielleicht helfen sie euch, falls ihr vorhabt, auch einmal nach Albanien zu reisen.
Wenn ihr noch irgendwelche Fragen oder auch Anregungen für unseren nächsten Trip habt, freuen wir uns über eure Email.

Jetzt wünschen wir euch erst einmal viel Spaß beim Schmökern in unserem Blog und auf das, was wir in den knapp drei Wochen gesehen und erlebt haben.




Unsere Route:

Tag 1 - Mittwoch, den 31.08.2022


Eine nicht so gute Nachricht erreichte uns noch vergangenen Samstag.
Adria Ferries meldete sich und teilte uns mit, dass die für die Rückfahrt gebuchte Fähre am 23.09.2022 storniert wurde. Wir hatten dann die Möglichkeit, entweder auf Mittwoch vorher oder Sonntag nachher kostenlos umzubuchen. Da bereits montags der Job auf Birgit wartete, blieb uns leider nur Mittwoch für die Rückfahrt und somit zwei Tage weniger in Albanien. Sehr schade, aber leider nicht zu ändern.

Aber dann – endlich geht es los!
Lange haben wir diesem Urlaub entgegengefiebert. Der erste längere Urlaub nach der Pandemie und in ein für uns völlig unbekanntes Land.

Scotty, unseren Kastenwagen, haben wir bereits in den letzten Tagen gepackt, so dass wir noch heute nach getaner Arbeit in Richtung Süden starten können. Wir fahren im Wechsel und erreichen gegen 01:30 Uhr in der Nacht den Gotthardpass, wo wir müde in unsere Betten fallen.


Übernachtung: Alte Passstraße zum Gotthardpass, keinerlei Infrastruktur, nachts ruhig
Gefahrene km: 644

Tag 2 - Donnerstag, den 01.09.2022


Erst einmal ausschlafen, die Nacht war schließlich kurz …

Nach dem Frühstück geht es für uns gegen Mittag weiter durch die Schweizer Alpen, über Airolo, Bellinzona und Mailand bis kurz vor Bologna. Über Park4Night finden wir in Valsamoggia auf einem Bauernhof einen kleinen und sehr ruhigen Stellplatz in den Weinbergen. Bei der Anmeldung können wir noch Abendessen bestellen. Das Essen mit Produkten vom eigenen Hof ist wirklich lecker und können wir empfehlen. Mit 30 €/Person nicht gerade ein Schnapper, aber dafür ist der Stellplatz dann kostenlos.


Übernachtung: Agriturismo Toni
Ebener Schotterplatz mit Blick in die Weinberge, direkt am Hofgut, Strom, Mülleimer und ein Dixi-Klo sind vorhanden, ansonsten keine V/E, sehr ruhig gelegen
Preis: Wenn man das Abendessen bucht, ist der Stellplatz kostenlos, ohne Abendessen
10 €/Nacht. Hinzu kommen noch einmal 5 €/Person für die Übernachtung
Gefahrene km: 395

Tag 3 - Freitag, den 02.09.2022


Wir hatten eine ruhige Nacht und fahren ausgeruht weiter gen Süden. Über Bologna und Rimini geht es zum letzten Stellplatz in Italien, bevor unser großes Abenteuer in Albanien startet.

Wir erreichen Corinaldo, wo es einen kostenlosen Stellplatz gibt, am frühen Nachmittag. Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns auf und inspizieren das kleine Städtchen.

Corinaldo liegt auf einem Hügel und ist von einer Stadtmauer umgeben. Die Verteidigungsanlagen zählen zu den am besten erhaltenen in Italien und man fühlt sich ins Mittelalter versetzt. Mehr als 100 Stufen der steilen Treppe La Piaggia führen an dem alten Brunnen Pozzo della Polenta hinauf ins historische Zentrum. Hier schlendern wir durch enge Gassen und von der Stadtmauer hat man einen wunderschönen Ausblick in die umliegende Landschaft.

Stellplatz
Stellplatz
Stadttor von Corinaldo
Stadttor von Corinaldo


Alle Restaurants scheinen erst später aufzumachen oder haben grundsätzlich geschlossen.
So belassen wir es bei dem Spaziergang und machen uns selbst Abendbrot.

Übernachtung: Stellplatz Corinaldo
Kostenloser, sehr schöner Stellpatz inkl. V/E, Picknickbänke und Grill vorhanden, ca. 10 Minuten fußläufig ins Städtchen
Gefahrene km: 244

Tag 4 - Samstag, den 03.09.2022


Von Corinaldo sind es nur noch gut 50 km bis zum Fährhafen Ancona. Da unser Schiff erst um 17 Uhr ablegt, haben ausreichend Zeit.

In einem kleinen Supermarkt kaufen wir noch einige Kleinigkeiten und in Ancona füllen wir noch einmal den Tank. Eigentlich wollten wir noch AdBlue tanken. Aber eine Tankstelle, an der man AdBlue an der Zapfsäule tanken kann, suchen wir vergebens. Gut, dass wir für alle Fälle einen 10l Kanister dabei haben.

Am Fährhafen Ancona angekommen geht's erst einmal zum Check-In. Von dort geht es weiter zum eigentlichen Hafen. Die AF Claudia liegt bereits vor Anker. Wir haben nur kurz Zeit, uns die Füße am Hafen zu vertreten und schon beginnt um 14 Uhr das Boarding. Alles läuft reibungslos und sehr zügig.


So sind wir schon früh an Bord, können unsere Kabine beziehen und den ersten Rundgang auf dem Schiff starten. Im Restaurant werden Pasta und Currywurst angeboten und wir greifen zu, so dass wir uns am Abend nicht in die Schlange stellen müssen. Das Essen war erwartungsgemäß: Mittelmäßig und teuer.

Überpünktlich legt die Fähre bereits um 16:50 Uhr ab. Das hätten wir den Italienern gar nicht zugetraut!


Wir verbringen einen gemütlichen Abend auf Deck und genießen einen herrlichen Sonnenuntergang bevor wir uns in unsere kleine Kajüte zurückziehen.
Wir sind gespannt, wie die Nacht verläuft …

Übernachtung: Fähre AF Claudia
Gefahrene km: 61

Tag 5 - Sonntag, den 04.09.2022


Nun, die Nacht war suboptimal … harte Matratzen, laute Passagiere und hellhörige Kabinen. Daher schälen wir uns schon früh aus den Betten - um 7:30 Uhr müssen wir eh unsere Kabinen räumen. Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen an Deck und verfolgen aufgeregt das Einlaufen im Hafen von Durrës. WELCOME TO ALBANIA!


Jetzt müssen wir uns erst einmal um eine SIM-Karte kümmern. Es gibt zahlreiche Vodafone-Shops in Durrës - Parkplätze hingegen weniger. Nach langem Suchen finden wir eine Lücke, in die auch Scotty hineinpasst. Im Zentrum von Durrës erstehen wir eine SIM-Karte zum Touristentarif - 35 GB für 2.000 Lek/19 €. Die freundliche Verkäuferin hilft beim Einrichten bzw. Aktivieren der Karte.
Nun benötigen wir noch Bargeld und auch eine Bank ist ebenfalls schnell gefunden. Für umgerechnet ca. 215 € erhalten wir 25.000 Lek.

Nun aber nichts wie raus aus der sehr quirligen Stadt mit teils chaotischem Verkehr. Uns zieht es erst einmal in Richtung Skutarisee. Albanien und Montenegro teilen sich diesen Süßwassersee und er ist der Größte im Balkangebiet. Aufgrund seiner Vogelvielfalt zieht er auch jedes Jahr viele Ornithologen an.

Wir stehen auf einem wirklich wunderschönen Campingplatz: Lake Shkodra Resort. Für heute hatten wir genug Aufregung und jetzt ist erst einmal Relaxen, Schwimmen und „Ankommen“ angesagt.

Blick über den Skutarisee nach Montenegro
Blick über den Skutarisee nach Montenegro


Zum Campingplatz gehört ein eigenes Restaurant, welches wir selbstverständlich am Abend besuchen. Es ist sehr lecker und günstig - Meze für 2 Personen, Bier und Raki für insgesamt
25 €. Und dann noch einen Raki aufs Haus!

Übernachtung: Campingplatz Lake Shkodra Resort
Toller Campingplatz mit V/E direkt am Skutarisee inkl. Sonnenliegen und -schirmen und einigen Hängematten, geräumige Parzellen, teilweise mit Frischwasseranschluss und Strom, sehr saubere Sanitäranlagen, Waschmaschinen vorhanden
Preis: 17,50 €/Nacht für 2 Personen und Van
Gefahrene km: 129

Tag 6 – Montag, den 05.09.2022


Unser erster Morgen in Albanien!
Die Sonne scheint, wir haben sehr gut geschlafen und sind voller Tatendrang. Im Urlaub macht es uns überhaupt nichts aus, früh aufzustehen. Im Gegenteil, wir möchten jeden Tag genießen – so lange wie möglich.

Als erstes Ziel haben wir uns das Theth Tal ausgesucht. Man sagt, dass Theth das „Herz der Albanischen Alpen“ ist. Auf der SH21 fährt man durch ein wunderschönes Tal, umgeben von den höchsten Gipfeln der Alpen und mit immer neuen und fantastischen Ausblicken. Seit Ende 2021 ist die Straße bis nach Theth asphaltiert. Sie ist zwar oftmals ein wenig eng, aber man gelangt ohne Probleme bis zu dem abgeschiedenen, kleinen Dorf. Dieses ist Ausgangspunkt für viele kleinere und größere Wanderungen. Durch den Ort selbst führt nur eine Schotterstraße, die gerade ausgebaut wird.


Es gibt ein Besucherzentrum und ein paar kleine Cafés und Restaurants. Die meisten haben jedoch bei unserem Besuch geschlossen oder es funktioniert gerade der Ofen nicht … Auch das Restaurant auf unserem Stellplatz ist leider geschlossen, weil der Chef nicht da ist.

Wir laufen zu der kleinen Kirche im Zentrum des Ortes, die während des Kommunismus als Lager genutzt wurde. Nicht weit entfernt steht eine Kulla, ein alter Wehrturm, wo sich früher die von der Blutrache Verfolgten eingeschlossen haben. Eigentlich kann man den Turm besichtigen, war aber ebenfalls bei unserem Besuch geschlossen.

Stellplatz beim Gästehaus Zorgij
Stellplatz beim Gästehaus Zorgij
Kirche in Theth
Kirche in Theth
Unerwarteter Besuch
Unerwarteter Besuch


Insgesamt boomt der Tourismus in Theth. Überall wird neu gebaut oder angebaut und es entstehen neue Straßen. Wir sind sicher, dass der Ort in einigen Jahren seine Ursprünglichkeit - leider - verloren haben wird.

Wir finden dann doch noch ein offenes Restaurant, wo wir günstig und sehr lecker Fisch und Pasta essen.

Übernachtung: Guesthouse Zorgij
Sehr schön gelegener Camping-/Stellplatz mit Blick auf die Albanischen Alpen, große Wiese und teils steinig mit freier Platzwahl, Frischwasser möglich, sehr einfache Toiletten und (kalte) Dusche vorhanden, es gibt einige Feuerstellen
Preis: 1.800 Lek bzw. 15 €/Nacht für 2 Personen und Van
Gefahrene km: 51

Tag 7 – Dienstag, den 06.09.2022


Der Stellplatz hat sich gestern Abend noch gut gefüllt. Nach dem Frühstück tauschen wir uns mit einigen anderen Campern aus und machen uns dann wieder auf den Rückweg.

Tja, hätten wir jetzt ein Allrad-Fahrzeug, dann könnten wir die ca. 70 km lange Offroad-Piste zurück nach Shkodra fahren. Aber das ist mit unserem Fahrzeug leider nicht möglich und so geht es gemächlich – mal abgesehen von einigen Fotostopps – wieder über die SH21 zurück.

Direkt an der Straße entdecken wir ein Denkmal, welches für die Britin Edith Durham errichtet wurde. Sie war eine britische Schriftstellerin und leidenschaftliche Balkanreisende. Insbesondere die nordalbanischen Bergvölker hatten es ihr angetan und sie bereiste deren Gebiete ausgiebig. Für ihr Engagement betrachten viele Albaner Edith Durham als eine Nationelheldin.


Kurz, bevor wir das Tal verlassen, biegen wir ab auf die SH42 und fahren über Vrith nach Razëm. Hier frühstücken wir mit Blick auf ein sehr schönes Wellnessresort und die umliegende Berglandschaft. Touristen verschlägt es kaum hierher und außer kleinen Wanderungen bietet der Ort kaum etwas.

Razëm
Razëm


Zurück in Shkodra machen wir uns auf die Suche nach der bekannten Bleimoschee (albanisch: Xhamia e Plumbit). Sie ist ein bedeutendes historisches Bauwerk und gilt als größte historische Moschee des Landes. Von den ehemals sieben Moscheen in Shkodra ist nur die Bleimoschee erhalten geblieben. Das Minarett wurde 1967 durch ein Erdbeben zerstört und nicht mehr aufgebaut.


Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Mrizi i Zanave Agroturizëm in Fishtë. Dieses Agroturizëm ist angeblich in Albanien einzigartig und bekannt für sein Restaurant bzw. das hervorragende Essen. Es kommen nur regionale Produkte auf den Tisch und man sollte reservieren. Neben dem Restaurant gibt es einen kleinen Hofladen (übrigens in einem alten Bunker), Ziegen, Gänse und Hühner und einige Gästezimmer.
Wenn man das Restaurant besucht, kann man als Camper kostenlos auf dem Stellplatz nächtigen.
Beim Essen kann man nicht á la carte wählen, sondern es kommt auf den Tisch, was der Koch am Tag gezaubert hat – in mehreren Gängen. Sehr lecker!

Alter Bunker zum Spielplatz umfunktioniert
Alter Bunker zum Spielplatz umfunktioniert
Hofladen
Hofladen


Übernachtung: Mrizi i Zanave Agroturizëm
Tolles Agriturismo mit 8 kostenlosen Stellplätzen zwischen Brombeersträuchern und Flaschenkürbissen, Strom und Wasser vorhanden, das angebotene Menü mit Zutaten der eigenen Produktion für 4.800 Lek/2 Personen (ca. 40 €) war fantastisch.
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Alles läuft auf (Massen-) Tourismus hinaus, es ist sehr voll und eine Reservierung fürs Abendessen unbedingt notwendig.
Gefahrene km: 129

Tag 8 – Mittwoch, den 07.09.2022


Wir fahren noch einmal nach Shkodra zurück. Zum einen möchten wir im Supermarkt und beim Bäcker ein paar Vorräte auffüllen. Aber hauptsächlich möchten wir uns noch eine bekannte Brücke anschauen.

Die Ura e Mesit ist die größte erhaltene Osmanische Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert und überquert den Fluss Kir. Aufgrund der Länge gilt sie als bedeutendste und am besten erhaltene Brücke in Albanien.


Von hier aus geht es weiter zum Koman-Stausee. Dieser 34 km lange See ist eine wichtige Verbindung zwischen der Region Shkodra und dem Gebiet um Bajram Curri sowie dem Valbonatal. Der Fluss Drin wurde für diesen Stausee fast vollständig aufgestaut und es entstand ein riesiges Projekt zur Stromerzeugung. Der Koman-Stausee ist die Fortsetzung des Fierzë-Stausees, des größten Albanischen Stausees, und nach dem Koman-Stausee folgt noch der Vau-Dejës-Stausee.
Mit einer kleinen Personen- und Autofähre kann man über den Koman-Stausee von Koman bis nach Fierzë fahren (oder umgekehrt). Aber dazu später mehr.

Die Strecke SH25 am Koman-Stausee entlang bis zum Agora Farmhouse lässt sich sehr gut fahren. Natürlich muss man immer mit Schlaglöchern und beschädigtem Asphalt rechnen, aber alles gut machbar.


Wir erreichen gegen Mittag das Agora Farmhouse und beschließen, hier zu übernachten. Die fantastische Lage direkt am See lädt gerade dazu ein, den Tag mit Schwimmen und Relaxen zu verbringen. Auch hier gibt es ein kleines Restaurant mit traditioneller Küche, in dem man sehr gut und günstig essen kann.


Übernachtung: Agora Farmhouse
Superschöner und ruhiger kleiner Campingplatz am Koman-Stausee inkl. V/E, Waschmaschine, ebene Plätze direkt am Wasser, sehr gute und saubere Sanitäranlagen, sehr gutes Restaurant, etwas steile Ab-/Auffahrt
Preis: 1.200 Lek/10 € pro Nacht für 2 Personen und Van
Gefahrene km: 97

Tag 9 – Donnerstag, den 08.09.2022


Heute steht uns ein kleines Abenteuer bevor …
Wir haben für morgen Tickets gebucht für die Fahrt über den Koman-Stausee von Koman nach Fierzë. Die Abfahrt ist um 9 Uhr und die Fähre benötigt für diese Strecke ca. 2,5 Stunden. Wenn man früh genug reserviert, kann man bereits am Vortag auf die Fähre fahren und dort kostenlos übernachten. Wir haben die Berisha Ferry gebucht und umgerechnet gut 90 € bezahlt.

Vom Campingplatz aus sind es nur gut 20 km bis zur Fähre, aber diese Strecke hat es in sich. Schotter und Schlaglöcher vom Feinsten und man benötigt für diese kurze Strecke fast 1,5 Stunden. Wir sind aber gut in der Zeit. Daher suchen wir uns über Park4Night ein nettes Plätzchen an der Drin kurz vor dem Fähranleger und es gibt Kaffee und Kuchen.


Wir erreichen den Tunnel, durch den es zur Fähre geht, am Nachmittag. Jetzt verstehen wir auch, warum man nicht vor 16:00 Uhr vor Ort sein soll. Die Fähre von Fierzë kommt nämlich gegen 15:30 Uhr an und bis Autos und Fußgänger von der Fähre runter und durch den Tunnel sind, dauert es seine Zeit. Es herrscht etwas Chaos, Busse kommen und nehmen die vielen Touristen und Fußgänger auf und Autos werden umgeparkt und beladen.


Irgendwann geht es dann endlich durch den Tunnel und wir erreichen einen sehr kleinen Parkplatz (mit kleiner Imbissbude). Vor dem Tunnel wird übrigens kontrolliert, ob man ein Ticket für die Fährfahrt am nächsten Tag hat und auf der Fähre übernachten möchte. Nur dann darf man passieren. Sollte man nicht auf der Fähre übernachten wollen, müsste man aus Platzgründen vor dem Tunnel parken.

Ein freundlicher Mitarbeiter der Fährgesellschaft winkt und bittet uns, rückwärts und bitte mittig auf die Fähre zu fahren. Mittig, weil wir tatsächlich allein auf der Fähre stehen und wir die Balance halten müssen. Aber er sagt auch gleich, dass wir morgen ab 7 Uhr bereitstehen sollen, weil dann umgeparkt bzw. die Fähre optimal mit den Fahrzeugen beladen werden muss.


Wir kochen dann erst einmal. Später lassen wir noch die Drohne steigen und genehmigen uns ein Bier an der Imbissbude.

Am späten Abend wird es noch einmal hektisch. Zum einen muss ein Lichtstrahler an der Berisha Ferry ausgetauscht werden – einer arbeitet und fünf schauen zu, dirigieren oder spielen am Smartphone. Scotty kann jetzt seine neuen Arbeitsscheinwerfer testen und leuchtet den Arbeitseinsatz aus – die Arbeiter freuen sich. Kurz, nachdem die Arbeiter fertig sind und sich auf den Heimweg machen wollen, pfeift der Chef sie alle nochmal zurück. Es liegen zwei Fähren am Terminal – die Berisha und die Rozafa. Diese beiden Fähren werden jetzt getauscht und es wird hin und her gefahren und rangiert. Wir hoffen, dass alle wissen, was sie tun …

Endlich kehrt Ruhe ein. Wir checken zum wiederholten Male die WetterApp und ahnen nichts Gutes … Aber erst einmal lassen wir uns in den Schlaf schaukeln.

Übernachtung/GPS Koordinaten: Anleger der Komani Lake Ferry
Außergewöhnlicher und ein etwas abenteuerlicher Übernachtungsplatz, aber lohnt sich und sollte man unbedingt machen
Gefahrene km: 20

Tag 10 – Freitag, den 09.09.2022


Ganz so früh hätten wir doch nicht aufstehen müssen, das Spektakel startet erst gegen 7:30 Uhr. Und es beginnt damit, dass die beiden Fähren Berisha und die Rozafa erneut getauscht werden, alles auf Anfang. Das soll einer verstehen, wir jedenfalls nicht.

Die ersten Autos und Motorräder stehen bereits auf dem Parkplatz und warten. Aber zuerst einmal wird Scotty umgeparkt, sein Platz ist jetzt direkt am Rand. Was dann folgt, ist „Tetris für Große“. Wir suchen uns ein Plätzchen, von wo wir alles überschauen können und amüsieren uns prächtig. So langsam setzt leider auch Regen ein …


Kurz nach 9 Uhr sind alle an Bord und die Fähre legt ab. Pünktlich beginnt es auch wie aus Eimern zu schütten. Schiet! Die Fahrt über den See sollte eigentlich eines unserer Highlights werden.

Wir haben Regenkleidung angelegt und hoffen, dass der Regen nachlässt. Aber nein, es wird immer heftiger und zudem zieht ein Gewitter auf. Als wir bis auf die Unterhosen nass sind beschließend wir, in Scotty umzuziehen. Gottlob lässt sich die Fahrertür gerade so viel öffnen, dass wir hindurchpassen. Enger hätte es nicht sein dürfen! Wir legen uns erst einmal trocken und kochen uns zum Aufwärmen einen heißen Tee bzw. Kaffee. Wirklich schade, dass es ausgerechnet heute so regnet. Aber ändern können wir es nicht und wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.


Die Fahrt geht durch fast unberührte Täler, ab und an sieht man ein paar Häuser. Auch im Regen und Nebel ist die Landschaft wunderschön. Im Vorfeld unserer Albanienreise haben wir gelesen, dass auf dem Koman-Stausee sehr viel Müll treibt. Tja, entweder hat man vor unserer Tour aufgeräumt oder der Regen hat alles weggespült. Wir sehen nur wenig Müll auf dem See – zumindest nicht mehr als auch in anderen südlichen Ländern.

Nebenan ist ein Albaner auf der Suche nach einem Flaschenöffner für seine Weinflasche. Praktisch, wenn man im Camper unterwegs ist, man hat alles zur Hand. Als Dankeschön gibt es für uns ein kleines Gläschen Rotwein. Auch sonst sind wir Camper klar im Vorteil. Wir sitzen trocken und warm, können aus den Autofenstern oder Dachluken fotografieren und ernten neidische Blicke von denen, die ohne Auto oder mit den Motorrädern unterwegs sind. Es gibt zwar einen Aufenthaltsraum, aber der ist heillos überfüllt.


Wir erreichen Fierzë. Eigentlich wollten wir von hier ins Valbonatal fahren. Aber es regnet noch immer heftig und für das Valbonatal ist auch in den kommenden Tagen keine Besserung in Sicht. Also Planänderung und wir fahren direkt in den Süden. Wir sind ja flexibel. Gute Entscheidung: Je südlicher wir kommen, desto besser wird das Wetter.


Am späten Nachmittag erreichen wir die Lagoon of Patok. Über einen Damm gelangt man zu verschiedenen Restaurants und Parkmöglichkeiten.
Neben dem Restaurant „Bella vita“ gibt es einen großen Schotterplatz direkt am Meer und mit Blick auf die Lagune – unser Schlafplatz für heute Nacht. Im Restaurant haben wir – wieder einmal – sehr günstig und super leckeren frischen Fisch gegessen. Ganz besonders idyllisch finden wir, dass fast alle Restaurants auf Holzstelzen gebaut sind. In den kleinen Minihäuschen mit jeweils nur einem Tisch und einigen Stühlen kann man während des Abendessens einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen.


Übernachtung/GPS Koordinaten: Schotterplatz am Restaurant „Bella vita“
Großer, ebener Schotterplatz direkt neben dem Restaurant und mit Blick auf die Lagune, sehr schön und ruhig
Gefahrene km: 66

Tag 11 – Samstag, den 10.09.2022


Gestern Abend gab es noch ein heftiges Gewitter. Wir mussten länger im Restaurant ausharren, als uns lieb war, um trocken in unseren Wagen zu kommen.
Aber am Morgen strahlt wieder die Sonne vom Himmel. Und während wir gemütlich frühstücken, trocknen unsere noch ein wenig klammen Regensachen von der gestrigen Fährfahrt.

Wir verlassen die Lagoon of Patok. Dabei stellen wir fasziniert fest, welche Netze die Fischer hierzulande verwenden. Interessant ...


Heute haben wir ein wenig Strecke gemacht und dabei die Fahrt durch das Hinterland genossen.

Zunächst geht es über Vora erst einmal nach Tirana. Entgegen unserem ursprünglichen Plan machen wir hier aber keinen Stopp – zu quirlig und voll und darauf haben wir keine Lust.
Es geht über die SH3 in Richtung Elbasan und dann weiter über die SH7, SH59 und SH58 nach Belsh. Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft mit unendlichen vielen Olivenhainen. In Belsh legen wir eine Pause ein. Das Örtchen liegt an einem See und es gibt einen Freizeitpark mit Riesenrad.

Olivenhaine ohne Ende
Olivenhaine ohne Ende
Belsh
Belsh


Auf den Straßen sehen wir immer wieder krasse Gegensätze, insbesondere, was die Fortbewegung betrifft - moderne SUV's, Eselskarren, überladene Fahrräder. Man fühlt sich oftmals um Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zurückversetzt ...

Leider sieht man auch immer wieder sehr viel Müll am Straßenrand - sowohl in den Städten als auch über Land. Wir haben versucht, darüberhinweg zu sehen. Schließlich kennen wir solche Szenen auch aus anderen südlichen Ländern, z. B. Griechenland. Fairerweise sei gesagt, dass wir auch einige Müllwagen gesehen haben und Leute, die den Müll einsammeln. Scheinbar hat Albanien das Problem erkannt und arbeitet daran.

Leider gibt es auch viel Müll ...
Leider gibt es auch viel Müll ...


Unser heutiges Tagesziel heißt Berat.
Etwas außerhalb der Stadt und in vollkommender Ruhe finden wir einen sehr schönen kleinen Stellplatz und wir buchen uns für zwei Tage ein. Wir chillen noch ein wenig und kochen heute mal wieder selbst. Morgen werden wir die Burg von Berat erkunden.


Übernachtung/GPS Koordinaten: Caravan Camping Natyra e Qetë
Kleiner, ruhiger Camping-/Stellplatz mit Blick auf die Stadt, die Berge und den Fluss Osumi, V/E vorhanden mit allem, was man braucht (inkl. kostenloser Waschmaschine/Trockner, Car Wash), saubere Sanitäranlage, kein Schatten, ziemlich außerhalb, aber dafür sehr ruhig, Restaurant ist leider geschlossen
Preis: 1.200 Lek/Nacht (10 €) für 2 Personen und Van
Gefahrene km: 155

Tag 12 – Sonntag, den 11.09.2022


Berat – Stadt der 1000 Fenster.
Der Name lässt sich einfach herleiten, wenn man die vielen gleichmäßig geschnittenen Fenster und Portale sieht. Die Stadt ist eine der schönsten in Albanien und UNESCO Weltkulturerbe. Das Besondere sind die weißen Häuser mit den außergewöhnlichen Dach- und Schornsteinformen und natürlich den vielen Fenstern.

Berat mit Blick zur Burg und das Mangalem Viertel
Berat mit Blick zur Burg und das Mangalem Viertel


Zu Fuß ist es uns zu weit in die Stadt, aber es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man hält ein Taxi an, die ca. alle 20-30 Minuten die Strecke am Campingplatz vorbeifahren (1 €/Person) oder man nimmt den eigenen Wagen und parkt in der Stadt. Wir entscheiden uns für die zweite Möglichkeit, weil wir dann flexibler sind.

Wir sind früh unterwegs und bereits gegen 8:30 Uhr stellen wir Scotty auf einem bewachten Parkplatz für 2 €/Tag ab. Der freundliche Parkwächter erklärt uns noch den Weg zum nächsten Taxistand, weil der Weg hoch zur Burg recht steil ist. Gute Entscheidung! Der Weg ist extrem steil und führt über eine recht glatte Steinstraße. Die 5 € fürs Taxi sind gut investiert!

Die Burg von Berat (albanisch: Kalaja e Beratit) ist die größte Burg Albaniens und noch weitgehend intakt. Innerhalb ihrer Mauern befindet sich ein riesiger Zitadellenkomplex mit Straßen, Häusern und byzantinischen Kirchen. Viele Familien leben noch innerhalb dieser Mauern. Einige Häuser wurden in Gästehäuser, Restaurants oder Souvenirläden umgewandelt. Andere sind noch immer Privatwohnungen. Frauen verkaufen an kleinen Ständen vor ihren Häusern Spitzen, bestickte Tischdecken und kleine Teppiche.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Dreifaltigkeitskirche und die Überreste der alten Akropolis, einschließlich einer unterirdischen Wasserzisterne. Eine große Aussichtsplattform bietet einen fantastischen Panoramablick über Berat.
Im dem kleinen Café stärken wir uns mit einem späten Frühstück, bevor wir uns an den steilen Abstieg machen.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche
Konstantin der Große
Konstantin der Große
Eingangstor der Burg
Eingangstor der Burg
Blick auf die Stadt
Blick auf die Stadt
Überreste einer Zisterne
Überreste einer Zisterne


Unten angelangt schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt und schauen uns einige der Sehenswürdigkeiten an wie die Königsmoschee und die dazugehörige Halveti-Tekke, die Junggesellenmoschee, die Kathedrale des heiligen Dimitrios und das sehr schöne Viertel Mangalem.

In der neuen Fußgängerzone Bulevardi Republika gibt es jede Menge Restaurants und Cafès. Es herrscht reger Betrieb und wir sind froh, noch ein freies Plätzchen für unser Abendessen zu ergattern.

Königsmoschee
Königsmoschee
Mangalem Viertel mit Junggesellenmoschee
Mangalem Viertel mit Junggesellenmoschee
Kathedrale
Kathedrale
Fußgängerzone
Fußgängerzone
Gorica Brücke
Gorica Brücke
Hotel Colombo
Hotel Colombo
Halveti-Tekke
Halveti-Tekke
Kloster
Kloster


Anschließend geht es zurück zu Scotty und zu unserem Stellplatz. Erst mal eine ausgiebige Dusche und dann lassen wir den wunderschönen Tag ausklingen.

Übernachtung/GPS Koordinaten: Caravan Camping Natyra e Qetë
Gefahrene km: 11

Tag 13 – Montag, den 12.09.2022


Als nächstes Ziel stehen die Thermalquellen von Benjë auf unserem Plan.

Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, über Çorovoda durch die Ossum Schlucht (soll sehr spektakulär sein) nach Përmet zu fahren. Aber nach einem genauen Blick in unsere Reiselektüre (Tourenbuch von HOBO-TEAM, siehe Literaturempfehlungen) lesen wir, dass die letzten 25 km nur aus einer Piste bestehen und für PKW/Wohnmobile leider nicht fahrbar ist. D. h. wir hätten die lange Strecke auch wieder zurückfahren müssen. Wir heben uns diese Tour für unseren nächsten Albanien-Urlaub auf und so geht es für uns die SH72 zurück über Lushnja und Qark Fier, weiter über die SH4 bis nach Tepelena und dann die SH75 bis nach Përmet. Die Landschaft wechselt immer wieder und wir genießen die Fahrt.


In der Region Ballsh sehen wir plötzlich einige alte Ölfördertürme und -pumpen und es riecht auch stark nach Öl. Wir haben dann „Tante Google“ befragt und herausgefunden, dass in Albanien tatsächlich einmal Öl gefördert wurde. Anfang der 90er Jahre investierten ausländische Ölkonzerne in Albanien einige Millionen Dollar in seismische Auswertungen. Aber dann brach der Kosovo-Krieg aus. Über wie viel Öl Albanien tatsächlich verfügt, kann lediglich spekuliert werden.

Kurz vor dem Dorf Petran biegt eine kleine Straße zu den Thermalquellen ab. Von hier sind es noch gut 20 km.

Auf dieser Strecke fallen uns auch zum ersten Mal Kuscheltiere auf, die an Häusern oder Toren hängen. Wieder einmal fix bei „Tante Google“ recherchiert und wir erfahren, dass man in Albanien Kuscheltiere zum Schutz des Hauses an Fassaden oder Tore aufhängt. Es soll den „Bösen Blick“ fernhalten, ähnlich dem „Nazar-Amulett“ („Blaues Auge“) in der Türkei oder in Griechenland.


Wir erreichen eine sehr große, staubige Parkfläche (kostenlos, nur Mülleimer), wo man sich seinen Übernachtungsplatz aussuchen kann. Es gibt noch eine kleine Bar, die Getränke anbietet. Dann ziehen wir erst einmal los und erkunden die Bäder.


Die alte osmanische Brücke Kadiu (albanisch: Ura e Kadiut) überquert den Fluss Lengaricë. Von hier hat man einen schönen Blick in den Lengarica-Canyon, in den man über einen sehr steinigen Wanderweg gelangt. Dann gibt es ein größeres Thermalbecken mit ca. 26 Grad warmen Wasser, welches der Haut guttun soll und weiterhin ein paar kleinere Becken, deren Wasser etwas kälter ist und bei Magenproblemen helfen soll.

Wir gehen zurück zu Scotty und werfen uns in die Badesachen. Beim Einstieg muss man echt vorsichtig sein, da die Steine sehr glitschig sind. Es ist schon toll, so im warmen Wasser die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Bilden wir es uns ein oder ist unsere Haut nach dem Bad zarter geworden?

Lengarica-Canyon
Lengarica-Canyon


Zurück am Camper gibt’s Abendessen und anschließend machen wir es uns drinnen gemütlich. Draußen kann man leider nicht sitzen, weil es unheimlich viele kleine, lästige Mücken gibt.

Übernachtung: Benjë Thermalquellen
Kostenloser Parkplatz an den heißen Quellen ohne V/E, nur Mülleimer, Dusche/WC sind geschlossen, Quellen recht gut besucht, kleine Bar vorhanden
Gefahrene km: 182

Tag 14 – Dienstag, den 13.09.2022


Über die SH75 fahren wir zurück und wieder einmal durch eine abwechslungsreise und schöne Landschaft nach Gjirokastër.

Immer wieder sieht man Mini-Kirchlein am Straßenrand. Ursprünglich dienten sie den Menschen dazu, während des Tages ihr Gebet verrichten zu können. Vor allem Bauern stellten sie deshalb am Rande ihrer Felder auf. Heutzutage werden diese Kirchlein meist von Angehörigen als "Denkmal" aufgestellt, wenn jemand an der Straße zu Tode gekommen ist. Oder von dem Unfallopfer selbst aus Dankbarkeit, überlebt zu haben.


Genau wie Berat so gehört auch Gjirokastër zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt liegt an einem Berghang und hoch oben thront die Festung. In ganz Südosteuropa ist kaum eine osmanisch geprägte Stadt so gut erhalten. Gjirokastër ist noch immer eines der wichtigsten kulturellen Zentren Albaniens.

Etwas außerhalb der Stadt finden wir einen sehr schönen Campingplatz. Praktisch: Die Betreiber bieten einen Shuttle-Service zur Stadt an. Das Angebot nehmen wir dankend an und wir machen uns nach einer Pause auf den Weg.


Vom Parkplatz aus laufen wir durch die Altstadt mit dem wunderschönen Basarviertel. Hier befinden sich viele Restaurants, Cafés und Kunsthandwerksläden. Ein Hauch von Orient umgibt uns …

Hier ist reserviert!
Hier ist reserviert!


Von der Festung Kalaja e Argjirosë hoch über der Stadt hat man einen fantastischen Blick über die Altstadt, das Drin-Tal und die umliegende Bergwelt. In der Burg befinden sich mehrere Museen: ein Militärmuseum, ein Waffenmuseum und ein Stadtmuseum. Beim Rundgang fällt ein Relikt ganz besonders ins Auge: Ein US-amerikanisches Flugzeug musste 1957 in Tirana notlanden. Der Pilot flog nach Hause und das Flugzeug (gehörte zu einem Spionageplan des Klassenfeindes) kam in die Festung. Am anderen Ende der Festung steht der Uhrturm (Kulla e Sahatit), der unter Ali Paschë Tepelena gebaut wurde.


Wir schlendern zurück und weiter durch die Straßen der „Stadt aus Stein“. Der Name kommt daher, weil fast alle Häuser aus grauem Kalkstein erbaut sind. Damals waren die Ziegel für die Einheimischen zu teuer, Steine dageben sind auch heute noch genug vorhanden. In der Altstadt findet man viele alte, traditionelle albanische Häuser, die im sogenannten Balkanstil erbaut sind. Die Dächer sind mit flachen Steinen gedeckt, die Fenster schmal und hoch. Auch die Straßen und Gassen bestehen aus kunstvoll gelegtem Kopfsteinpflaster.

Wir besichtigen eines der alten und bekannten Wehrhäuser, das Skënduli-Haus (erbaut um 1700). Das Haus wurde 1944 dem Besitzer weggenommen, zum Staatseigentum erklärt und 1981 in ein Museum umgewandelt. Erst 1993 erhielt die Familie das Gebäude zurück. Sie zog jedoch nicht wieder ein, sondern es blieb ein Museum. Der Erhalt des Hauses erfolgt ausschließlich über die Eintrittsgelder und die private Führung ist sehr interessant.


Nach einem Kaffee lassen wir uns wieder von unserem Shuttle-Service abholen und zum Campingplatz zurückfahren. Im dortigen Restaurant essen wir später sehr lecker zu Abend.

Übernachtung: Camping Family
Toller Camping-/Stellplatz mit Strom/Wasseranschluss direkt am Platz, V/E, etwas außerhalb von Gijrokastër und mit Blick auf die Stadt und die Berge, Shuttle für 10 € (Hin-/Rückfahrt), Platz ist top gepflegt, die Duschen/WCs sauber und neu, kleines Restaurant mit leckerem Essen
Preis: 20 €/Nacht für 2 Personen und Camper
Gefahrene km: 74

Tag 15 – Mittwoch, den 14.09.2022


Auf dem Weg von Gijrokastër nach Ksamil bzw. Butrint kommt man zwangsläufig am „Blue Eye“ (Syri i Kaltër) vorbei - eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Albaniens. Auch wir wollen uns dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.

Die Karstquelle liegt in einem Naturschutzgebiet. Pro Sekunde treten ca. 6 m3 Wasser in den schönsten Grün- und Blautönen aus. Man konnte noch nicht eindeutig klären, wie tief die Quelle ist und wo sich das Wasser sammelt. Vermutet wird ein riesiges unterirdisches Wasser- oder Höhensystem. Die Temperatur des Wassers liegt relativ konstant bei 13 Grad.

Oberhalb der Quelle ist eine kleine Plattform angebracht, von der man die wunderschönen Farbverläufe im Wasser beobachten kann. Schwimmen ist mittlerweile verboten.
Vor Ort gibt es ein kleines Restaurant und eine Bar.

Leider ist das „Blue Eye“ kein Geheimtipp mehr und wird kommerziell ausgenutzt. Vom großen Parkplatz aus, wo die Touristen u. a. in großen Ausflugsbussen ankommen, läuft man noch gut
2 km über eine neue Asphaltstraße (ohne Schatten) zum Restaurant und zum „Blue Eye“ (Eintritt 2 €/Person). Der Parkplatz ist (noch) kostenlos. Uns haben die vielen Touristen ein wenig erschreckt. Aber da wir nun schon mal in der Gegend sind, wollen wir natürlich auch einen Blick auf das „Blue Eye“ werfen.

Naturpark um das "Blue Eye"
Naturpark um das "Blue Eye"


Nachdem wir diese Sehenswürdigkeit auf unserer Liste abgehakt haben, fahren wir zügig über Saranda und Ksamil (beides zwei beliebte Badeorte und dementsprechend volll) nach Butrint.

Erst einmal eine Pause auf dem großen Parkplatz kurz vor Butrint. Aber so richtig gefällt uns der Platz noch nicht. Es führt ein recht steiniger Schotterweg hinunter zum Strand und wir überlegen, umzuparken. Aber erst mal Kaffee und Kuchen.

Blick nach Butrint
Blick nach Butrint


Gut, dass wir nicht dem Schotterweg gefolgt sind. Kurze Zeit später kommt ein SUV mit Allrad den Weg hoch und er hat einen ordentlichen Reifenschaden. Der Reifen ist an mehreren Stellen regelrecht aufgeschlitzt und ein Weiterfahren ist so nicht möglich.

Gemeinsam mit zwei weiteren Camper-Pärchen helfen wir dem italienischen Fahrer, den Reifen zu wechseln. Es ist ein Mietfahrzeug und das richtige Werkzeug fehlt. Jetzt kommen endlich einmal Scottys Wagenheber und Kompressor zum Einsatz! Mit Teamwork schaffen es die Männer, den SUV wieder flott zu machen – zumindest so weit, dass er bis zur nächsten Werkstatt fahren kann. Der Ersatzreifen hat nämlich auch schon mal bessere Tage gesehen …

Wir parken noch einmal um und finden ein geeignetes Plätzchen kurz vor Ksamil.


Übernachtung/GPS Koordinaten: Ksamil
Schotter-Parkplatz nahe der Hauptstraße, ganz oben flach, aber relativ viele Besucher tagsüber und zum Sundowner, deshalb 30 m weiter unten geparkt, auch flach und wesentlich ruhiger; den Müll muss man ausblenden
Gefahrene km: 75

Tag 16 – Donnerstag, den 15.09.2022


Am Morgen sind wir wieder einmal früh unterwegs, denn wir möchten uns die archäologische Ausgrabungsstätte Butrint anschauen. Sie zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Albanien und ist UNESCO Weltkulturerbe. Die ersten Ausgrabungen wurden auf das
8. Jahrhundert v. Chr. datiert. Butrint war früher eine griechisch-illyrische Stadt mit Königssitz der Aiakiden und noch heute sind viele der früheren Bauten zu sehen bzw. zu erkennen: die Kathedrale, das Gymnasium, römische Bäderanlagen, das Löwentor und einiges mehr.

Butrint liegt auf einer kleinen Halbinsel zwischen einer Lagune und dem Ionischen Meer und mit Blick auf Korfu. Anhand eines sehr schön angelegten Rundweges kann man Butrint in etwa 2-3 Stunden besichtigen. Am Eingang erhält man ein Faltblatt (mehrere Sprachen) mit allen wichtigen Informationen.

Lt. Wikipedia existieren zwei Gründungsmythen.
Ein Mythos führt die Entstehung der Stadt auf einen Gründer gleichen Namens zurück. Ein weiterer weist Helenos, einem Sohn des trojanischen Königs Priamos, die wesentliche Rolle zu: Er habe demnach auf der Flucht aus dem brennenden Troja nach der Landung beim heutigen Butrint im Rahmen eines Rituals einen Stier opfern wollen. Doch sei dieser geflohen, habe die Lagune durchquert und sei am gegenüberliegenden Ufer tot zusammengebrochen. So leite sich der Name der Stadt von βούς ab, dem griechischen Wort für Stier.
Neben den griechischen Mythen gibt es von Butrint auch eine Legende aus der römischen Mythologie. Der Aeneis (Epos des italienischen Dichters Vergil) nach soll Butrint vom Helden Aeneas besucht worden sein, als es ihn nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja in die Region Epirus verschlug, bevor er später nach Latium kam und zum Stammvater der Römer wurde. In Butrint trifft er auf Andromache und Helenos, die, ebenfalls aus Troja entkommen, über Chaonia zu herrschen.

Wir können den Besuch von Butrint wärmstens empfehlen.

Blick nach Korfu
Blick nach Korfu
Burtintsee
Burtintsee


Direkt neben der archäologischen Anlage fährt eine Seilfähre über den Vivar-Kanal und gegenüber befindet sich die Festung Ali Pascha Tepelena. Diese befindet sich auf einer kleinen Insel an der Mündung des Kanals, der den Butrintsee mit dem Ionischen Meer verbindet.


Anschließend geht es der Küste entlang in Richtung Norden und wir haben die Albanische Adria erreicht. Endlich Meer … Aber hier merken wir auch, dass der Tourismus angekommen zu sein scheint und alle schönen Fleckchen und Campingplätze sind sehr gut besucht.

Wir möchten gerne nach Himarë am Livadhi Beach. Das einstige verschlafene Fischerdorf hat sich zu einem mediterranen Städtchen mit griechischem Flair entwickelt. Wirklich nett.

Zuerst steuern wir den bei vielen Campern bekannte Campingplatz Moskato an. Uns hat dieser Platz leider nicht gefallen. Man steht sehr eng und jedes noch so kleine Plätzchen wird ausgenutzt. Uns gefällt der Camingplatz Kranea wesentlich besser.


Wir schwimmen und genießen die Sonne am sehr schönen (Kies-) Strand. Im campingeigenen Restaurant lassen wir den Abend bei einem mega leckeren Essen ausklingen (mit dem besten Zaziki, das wir je gegessen haben!).

Übernachtung: Camping Kranea
Kleiner Campingplatz mit schattigen, parzellierten Plätzen, einfache, aber sehr saubere Toilettenanlagen, direkt gegenüber sehr schöner (Kies-) Strand, im Restaurant sehr leckeres Essen
Preis: 2.200 Lek/Nacht (19 €) für 2 Personen und Van
Gefahrene km: 82

Tag 17 – Freitag, den 16.09.2022


Wir überlegen, ob wir einen Tag verlängern oder uns ein nettes Plätzchen zum Freistehen am Strand suchen sollen. Da es morgen regnen soll, gewinnt die zweite Option.

Zuerst jedoch möchten wir uns noch einen Vorrat an Olivenöl zulegen. Ganz in der Nähe gibt es einen privaten Olivenölerzeuger, den wir anfahren. Nur an einem kleinen Schild erkennen wir, dass wir hier richtig sind. Die nette Besitzerin spricht kein Wort englisch und wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Wir dürfen gerne mit reinkommen und uns sowohl die kleine Produktion als auch den Verkaufsstand anschauen. Für 4.000 Lek/35 Euro bekommen wir einen 5l-Plastikkanister frisch gezapftes Olivenöl.


Albanien ist das Land mit den meisten Bunkern weltweit - insgesamt ca. 200.000 Stück. Sie wurden in den 1970er-Jahren überall im Land als Schutzräume errichtet, damit die Bevölkerung vor Angriffen aus den Nachbarländern gerüstet ist. Zum Einsatz kamen sie nie.

Man sieht diese Betonklötze sehr häuftig am Straßenrand. Oftmals werden sie noch als Ställe oder kleine Shops genutzt. Oder sie sind einfach nur hübsch angemalt ...


Eigentlich hatten wir uns den Gjipe Strand ausgesucht und dieser ist auch sehr schön. Aber das mit dem Freistehen ist nicht so einfach. Leider gibt es mittlerweile einige Halteverbotsschilder und die Restaurant- und Barbetreiber halten die Hand auf und möchten 2.000 Lek/Nacht kassieren.

Wir fahren weiter über den sehr schönen und gut ausgebauten Llogara Gebirgspass (1027 m hoch). Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die Küstenorte, das Meer und die Insel Korfu.


Nächster Versuch: Radhimë. Dieser Ort hat uns aber so gar nicht gefallen, ebenso wenig der Campingplatz in Vlora. Irgendwie können wir uns heute nicht entscheiden …

Letztendlich fahren wir nach Zvërnec und wir finden eine wunderschöne Freistehmöglichkeit direkt am Meer. Wir sind zwar nicht alleine, aber es ist genügend Platz für alle da – sowohl direkt am Strand als auch auf einer großen Wiese. Wir entscheiden uns gegen Sand und für Wiese. Das soll sich am nächsten Tag als gute Entscheidung herausstellen …

Am späten Nachmittag bekommen wir noch etwas geboten: Fotoshooting eines Brautpaares.


Übernachtung/GPS Koordinaten: Zvërnec (Vlorë) bzw. Narta Lagoon
Direkt am Meer, sehr weitläufiger und relativ sauberer Sandstrand, große Wiese als Parkmöglichkeit, Wetter ist leider bewölkt, ansonsten traumhafter Blick, einige Camper hier, daher sicher kein Geheimtipp mehr, tagsüber kommen auch einige Einheimische zum Baden,
am Abend gibt es leider sehr viele kleine Mücken, so dass man nicht draußen sitzen kann
Gefahrene km: 90



Tag 18 – Samstag, den 17.09.2022


In der Nacht hat es heftig geregnet, gestürmt und gewittert. Ein richtiges Unwetter und wir wurden immer wieder wach.

Die Wiese ist ein wenig durchgeweicht, aber okay. Auf jeden Fall hält das nicht die vielen Kühe ab, die inmitten der Fahrzeuge umherspazieren und sich die besten Gräser herauspicken.

Man hiift sich gegenseitig
Man hiift sich gegenseitig


Direkt am Strand hatten gestern auch einige Camper geparkt. Wir haben später auf Facebook gelesen, dass diese Wagen mithilfe anderer Fahrzeuge herausgezogen werden mussten. Der Sand war durch das Gewitter so matschig geworden, dass man ohne Allrad keine Chance hatte.

Bei unserer Abfahrt regnet es noch immer leicht. Trotzdem halten wir für einen kurzen Fotostopp an der St. Mary's Monarchy. Dies ist eine mittelalterliche byzantinische Kirche auf der Insel Zvërnec, zu der man über einen langen Holzsteg gelangt. Schön anzusehen – auch bei Regen.
Und was sehen wir noch? Das gestrige Brautpaar ist auch wieder vor Ort – Shooting vor anderer Kulisse. Aber bei dem Wetter sicherlich nicht so lustig.


Auch heute suchen wir wieder lange nach einem schönen Stellplatz, es soll wieder am Strand sein. Aber entweder ist der Untergrund nach dem Gewitter zu aufgeweicht, zu viele (und tiefe?) Wasserlachen und unpassierbare Wege. In der Vergangenheit konnte man wohl im Innern des Castle Bashtovë übernachten, aber jetzt die Einfahrt durch ein Tor gesperrt. Auch der kleine Campingplatz davor ist verwaist.


Festung Bashtovë
Festung Bashtovë


Wir erreichen den Spille Beach und es ist sehr schön hier. Die meisten kleinen Restaurants haben bereits geschlossen – so auch das Restaurant „Loku Mare“. Ein Camper, der bereits seit einigen Tagen auf dem Parkplatz des Restaurants steht, teilt uns mit, dass der Besitzer gestern vor Ort war und man könne gerne die Wiese für Übernachtungen nutzen. Danke, machen wir!


Puh, das Restraunt „La Playa Nexha“ zu rechten Seite hat geöffnet und wir brauchen heute nicht selbst kochen. Wir wiederholen uns, aber auch hier ist es unheimlich lecker.

Übernachtung/GPS Koordinaten: Spille Beach
Kostenloser Parkplatz am Restaurant „Loku Mare“ (saisonbedingt schon geschlossen), ohne jegliche V/E, mit Blick auf tollen Strand, teils Wiese/teils sandig
Gefahrene km: 116

Tag 19 – Sonntag, den 18.09.2022


Hier am Spille Beach ist es so schön, dass wir spontan beschließen, einen weiteren gemütlichen Tag dranzuhängen.

Heute ist es allerdings recht windig und das Wasser so sandig, dass Schwimmen nicht wirklich Spaß macht.



Am Abend haben wir uns zur Abwechslung mal wieder selbst ums Abendessen gekümmert.

Übernachtung/GPS Koordinaten: Spille Beach
Gefahrene km: 0



Tag 20 – Montag, den 19.09.2022


Auf dem Weg zum nächsten – und leider schon letzten – Übernachtungsplatz, machen wir noch kurz halt, um unsere Vorräte ein wenig aufzustocken. Den Kamping Pa Emër erreichen wir gegen Mittag und ab jetzt ist Relaxen angesagt. Hängematte raus und die letzten beiden Tage genießen.


Am Abend haben wir sehr lecker im Restaurant gegessen und dabei den Sonnenuntergang genossen.

Übernachtung: Kamping Pa Emër
Schöner (Natur-) Campingplatz mit schattigen Stellplätzen direkt an Meer und tollem Blick, ABER recht einfach! Kleiner Sandstrand (relativ sauber, meist Algen), V/E, einfache Duschen/WC und Strom vorhanden und im Preis enthalten, Weg zum Campingplatz etwas holprig, Restaurant über einen Steg erreichbar, Minimarket vorhanden (hauptsächlich Getränke)
Preis: 25 €/Nacht für 2 Personen und Van
Für albanische Verhältnisse recht teuer, aber hier bezahlt man wohl die Lage mit.
Gefahrene km: 21





Tag 21 – Dienstag, den 20.09.2022


Wie bereits geschrieben, genießen wir die letzten beiden Tage auf dem Kamping Pa Emër und essen ein letztes Mal leckeren Fisch im Restaurant.
Bevor wir ins Bett fallen, packen wir noch unseren Rucksack für die morgige Fährüberfahrt.


Übernachtung: Kamping Pa Emër
Gefahrene km: 0

Tag 22 – Mittwoch, den 21.09.2022


Bevor es heute aufs Schiff geht, muss Scotty noch den Schmutz der letzten Wochen loswerden. An vielen Ecken findet man einen „Lavazh“ – Autowäsche per Hand. Scotty hat’s dringend nötig und wir werden noch die letzten Leks los. Dann geht’s zum Hafen von Durrës und das Chaos nimmt seinen Lauf.


Wir sind bereits gegen 13 Uhr am Hafen. Die Fähre soll um 19 Uhr ablegen und es heißt, dass man 3 Stunden vorher da sein soll. Also Zeit ohne Ende.

Erst einmal ist es nicht einfach, einen Parkplatz am Hafen zu finden. Hafenarbeiter/-angestellte schicken uns von einer Ecke zur anderen. Irgendwann bleiben wir einfach stehen und warten ab.
Wir benötigen noch unsere Bordkarten. Wir fragen bei einer Reiseagentur, die gerade vor Ort ist, nach und werden 300 m weitergeschickt. Dort angekommen, erklärt man uns, dass hier nur die Bordkarten für LKWs ausgestellt werden, wir sollen uns bitte an das Ferry Terminal wenden. Also wieder 300 m zurück und weitere 500 m zum Ferry Terminal. Adria Ferries hat zwar einen Schalter dort, aber der öffnet erst um 15:30 Uhr. Wieder zurück zu Scotty und erst einmal einen Kaffee.

Wir treffen einen Siegburger Motorradfahrer, der ebenso verwirrt durch die Gegend läuft, um seine Bordkarte zu bekommen. Wir laden ihn zum Kaffee ein und später gehen wir gemeinsam zu Adria Ferries. Die Bordkarten zu bekommen, war dann sehr einfach.

Wir gesellen uns zu etlichen anderen Campern, die bereits an der Hafeneinfahrt warten. Die Tore für LKW sind offen, die für PKW geschlossen. Ein Hafenmitarbeiter will uns alle partout nicht vor dem Tor stehen lassen und schickt uns zurück. Wir bleiben eisern.

Irgendwann schlendert ein Polizist oder Zollbeamter (so genau können wir das nicht erkennen) an den Campern vorbei und schreibt das ein oder Nummernschild auf. Nicht alle, aber wir sind dabei. Der Beamte nickt uns freundlich zu und verschwindet wieder. Was war das? Etwas später kommt er zurück und drückt uns ein zweiseitiges Dokument in die Hand – natürlich in Albanisch. Sieht mit den Stempeln und Unterschriften ziemlich offiziell aus. Ein Bußgeld? Wofür? Mit Hilfe von „Tante Google's“ Übersetzungs-App finden wir heraus, dass es irgendetwas mit Zoll zu tun haben muss. Wir beratschlagen uns mit den anderen Campern.

Währenddessen kommt ein Polizist mit seinem Motorrad und gibt uns zu verstehen, dass wir ihm folgen sollen. Wir also alle hinterher auf ein großes Gelände etwas außerhalb. Dort stehen wir dann erst einmal. Die Uhr zeigt mittlerweile 18 Uhr.
Sehr schleppend werden dann LKWs, Autos und Wohnmobile meterweise weitergeschleust. Niemand weiß so richtig, was hier passiert und die Beamten sprechen kein Englisch, geschweige denn Deutsch. Ein Albaner (im PKW) erklärt uns, dass alle unsere Fahrzeuge durchleuchtet werden – Stichproben hinsichtlich Menschenschmuggel.

Die Uhr tickt und die Zeiger rücken auf 18:30 Uhr. Es tut sich kaum etwas in der Schlange und wir werden alle ein wenig nervös. Wird die Fähre etwa ohne uns ablegen? Der freundliche Albaner beruhigt uns. „Das ist immer so ein Chaos. Keine Sorge, die Fähre wartet.“ Wir glauben ihm mal, bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.

Es wird 19 Uhr, 19:15 Uhr … Irgendwann ist endlich Scotty an der Reihe. Wir müssen aus dem Auto und unser Fahrzeug wird durchleuchtet. Warten. Ein Zollbeamter steigt ein und checkt Bad und Küchenschränke. Warten. Wir bekommen einen Zettel in die Hand gedrückt, alles ok. Dieser Zettel wird von einem weiteren Beamten entgegengenommen und endlich dürfen wir zum Hafen zurück.


Nur das LKW-Tor ist noch offen. Der Hafenmitarbeiter vom Nachmittag will uns noch immer nicht (oder nicht mehr?) passieren lassen, obwohl wir ihm Bordkarte und Papiere zeigen. Dann kommt endlich unser Erlöser. Ein Mitarbeiter vom Zoll kommt und winkt sowohl uns als auch die übrigen Camper hektisch durch das LKW-Tor zum Schiff. Wir sind die letzten Fahrzeuge, die rückwärts aufs Schiff rollen, bevor die Fähre kurz nach 20 Uhr ablegt. Puh, was eine Hektik und was für ein Chaos! Aber geschafft.
Irgendwie scheint hier niemand einen richtigen Plan zu haben …


Wir sind froh an Bord zu sein und suchen nach dem Einchecken an der Rezeption als erstes die Kabine auf. Überraschung: Wir haben sogar eine Außenkabine erhalten (ohne Aufpreis). Dann noch eine Kleinigkeit essen, in der frischen Luft mit einem Bier runterkommen und früh ins Bett. Wir sind keinen Stress mehr gewohnt und irgendwie müde.

Das ist Albanien und im Nachhinein lachen wir darüber.
Auch diese Erfahrung sollte man mal gemacht haben.

Übernachtung: Fähre AF Marina
Gefahrene km: 30

Tag 23 – Donnerstag, den 22.09.2022


Die Nacht war ein wenig unruhig. Das lag aber dieses Mal weniger an den Matratzen (die waren dieses Mal erstaunlich gut), sondern am Wetter und insbesondere am Wellengang. Wir wurden ganz schön durchgeschaukelt, aber gottlob sind wir seefest.

Auf dem Schiff ist richtig was los. Um diesem Trubel etwas aus dem Weg zu gehen, suchen wir uns auf dem obersten Deck ein ruhiges Plätzchen und genießen die Überfahrt.


Gegen 15 Uhr erreichen wir Ancona – später als geplant. Unseren ursprünglichen Plan, bis zum Lago di Lei in der Schweiz zu fahren, haben wir bereits verworfen. Das schaffen wir zeitlich nicht mehr. Bis wir vom Schiff sind, dauerts und tanken müssen wir auch noch dringend. Heute schaffen wir es nur bis kurz hinter Parma, wo wir gegen 19:30 Uhr einen zweckmäßigen Stellplatz finden.


Übernachtung: Wohnmobilstellplatz Parma
Zweckmäßiger Womo-Stellplatz mit V/E, Dusche/WC (nicht immer offen), Fahrzeuge stehen relativ eng, in der Nähe der Autobahn, aber uns hat es nicht gestört und für eine Nacht okay
Praktisch: Lidl befindet sich in unmittelbarer Nähe
Preis: 20 €/Nacht
Gefahrene km: 317

Tag 24 – Freitag, den 23.09.2022


Wir frühstücken, statten Lidl noch einen Besuch ab und fahren weiter.

Wir machen einen weiteren Stopp in der Schweiz.
Jens von Vanamericana hat vor einiger Zeit den „Stellplatz Heinzenberg“ vorgestellt. Da er auf unserer Route liegt, werden wir uns den Platz einmal anschauen. Unterwegs stoppen wir noch an einem COOP und kaufen Kartoffeln, Schweizer Käse und Bacon. Na, was gibt es wohl am Abend? Wir sind in der Schweiz und natürlich gibt es dann Raclette!

Thomas, der Stellplatzbetreiber, ist total nett. Er schaut am Abend noch auf einen Raki vorbei.


Übernachtung: Stellplatz Heinzenberg-Lescha (CH)
Sehr schöner Stellplatz mit toller Aussicht, kleines Kaffeestüble mit Terrasse (Getränke und regionale Produkte), V/E (Frischwasser mit Gießkanne), Dusche/WC sauber (Container), guter Startpunkt für Wanderungen und Mountainbike Touren
Platz ist geöffnet vom 6.5.-23.10.
Preis: ohne Strom/Wasser/Sanitär 14 CHF zzgl. 2 CHF/Person für Kurtaxe
Gefahrene km: 334





Tag 25 – Samstag, den 24.09.2022


Gut gestärkt verlassen wir die Schweiz und machen uns schweren Herzens auf zur letzten Etappe.
Es liegen noch knapp 700 km vor uns, wir wechseln uns mit dem Fahren ab und gegen 17 Uhr erreichen wir unser zu Hause.

Drei Wochen gehen viel zu schnell vorbei …


Unser ganz persönliches Fazit:

Albanien hat uns überrascht und unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Sowohl die Landschaft als auch die überaus gastfreundlichen Menschen haben uns beeindruckt. Man muss sich einfach auf die fremde Kultur und die Menschen dort einlassen.

Das Land ist natürlich nicht mit Deutschland zu vergleichen, in Albanien ticken die Uhren anders. Es ist nicht alles perfekt, aber Albanien arbeitet daran und es scheint - mal mehr, mal weniger – zu funktionieren. Wie gesagt, die Uhren ticken anders als hier in Deutschland, aber gerade das finden wir so spannend.

Wir haben uns in Albanien immer und zu jeder Zeit sicher gefühlt.
Die Menschen sind hilfsbereit und freundlich. Auch wenn es hin und wieder Sprachbarrieren gab (insbesondere die älteren Menschen sprechen nur Albanisch), hat man sich irgendwie verständigen können.

Uns hat insbesondere das Hinterland mit den Albanischen Alpen fasziniert. Eine grandiose Landschaft und dabei noch sehr ursprünglich. Man merkt allerdings auch, dass der Tourismus langsam Einzug hält, insbesondere im Theth Tal und natürlich im Süden des Landes (Ksamil und die Albanische Riviera).

Man trifft bereits auf ein recht gut ausgebautes Straßennetz und überall wird noch gebaut. Trotz allem sollte man immer mit Vorsicht fahren, auch auf neuen Asphaltstraßen gibt es immer wieder Schlaglöcher, schlechten Asphalt oder auch Steinschläge. Auch die Bahnübergänge sind mit Vorsicht zu genießen. GoogleMaps sollte man nicht unbedingt vertrauen, meist benötigt man mehr Zeit, um von A nach B zu kommen.
Von Nachtfahrten wird grundsätzlich abgeraten.

Verkehrstechnisch sind Shkodra und Tirana eine kleine Herausforderung: „Wer zuerst kommt, fährt zuerst.“ und „Der Schnellere hat Vorfahrt.“ Gerade in Kreisverkehren muss man höllisch aufpassen. Wir haben gelernt, dass hier nicht „Rechts vor Links“ gilt, sondern derjenige Vorfahrt hat, der in den Kreisverkehr einfährt.

In vielen Reiseführern liest man, dass insbesondere die älteren Mercedes-Modelle DIE Fahrzeuge sind, die fast alle Albaner fahren. Wir haben auch sehr viele neue/neuwertige SUV’s und sehr hochpreisige Fahrzeuge gesehen (BMW, Porsche).
In grassem Gegensatz dazu verkehren auch viele, alte Fahrräder und Esels-/Pferdekarren auf den Straßen sowie eigentümliche „Lastenmofas“ (Mofa mir schubkarrenähnlichem Behältnis vorne).
Die Schere zwischen Arm und Reich ist hier auf jeden Fall um einiges größer als in Westeuropa.

Im Vorfeld unserer Reise haben wir aus mehreren Quellen gehört, dass Albanien ein Müllproblem hat. Ja, hat es sicherlich. Aber wir finden, nicht unwesentlich mehr als andere Mittelmeerländer, wie z. B. Griechenland, Italien. Richtig schlimme, wilde Müllkippen haben wir nicht gesehen. Fairerweise müssen wir erwähnen, dass wir auch einige Male gesehen haben, dass Menschen, die mit Ihren Autos unterwegs sind, einfach irgendwo anhalten und Säcke mit Müll einfach an die Straße oder in den Straßengraben werfen.
Dagegen haben wir auch gesehen, dass es wohl eine Art „Müllabfuhr“ gibt. Man findet sehr viele Mülltonnen, die über das Land verteilt aufgestellt sind und diese wurden von LKWs angefahren und geleert – selbst in der Nacht. Auch haben wir Menschen gesehen (Mitarbeiter der Kommunen?), die am Straßenrand Müll einsammeln.
Bleibt zu hoffen, dass Albanien hier auf einem guten Weg ist, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Wir haben oft gelesen, dass Albanien DAS Freistehland schlechthin ist. Das wollen wir auch nicht abstreiten. Wir haben diese Chance jedoch weit weniger genutzt als ursprünglich geplant. Zum einen haben wir Plätze angefahren, die lt. Park4Night als Übernachtungsplatz ausgewiesen sind, dort aber jetzt Verbotsschilder stehen.
Zum anderen gibt es so viele schöne, kleine Camping-/Stellplätze für meist wenige Euros! Man steht in der Regel in wunderschöner Landschaft oder am Meer. Wir hatten uns deshalb dazu entschlossen, auch diese Möglichkeiten zu nutzen.

Ein weiteres Argument, was für die Camping-/Stellplätze spricht: Meist ist ein kleines Restaurant angeschlossen, wo man sehr günstig und sehr lecker die traditionelle Küche Albaniens vorfindet. Oft werden nur die Campinggäste von der Familie bekocht, es ist kein öffentliches Restaurant. Und da wir immer gerne die regionale Küche ausprobieren und Fremdes kennenlernen möchten, kam uns das sehr entgegen. Wir haben in diesem Urlaub noch nie so selten gekocht …

Apropos kochen und Einkaufen: Es gibt fast in jedem kleinen Ort einen Minimarket, der das Nötigste verkauft. Je größer der Ort, desto größer der Markt. Richtige Supermärkte, wie wir sie kennen, haben wir nur in Shkodra, Tirana oder Gijrokastër gesehen. Frisches Obst und Gemüse findet man auch nicht immer in Super- bzw. Minimarkets. Dieses kauft man für kleines Geld an den zahlreichen Straßenständen. Allerdings verkaufen diese Stände nicht alles. Jeder Verkäufter verkauft scheinbar nur das, was er selbst produziert. Da kann es schon mal passieren, dass man für einen gemischten Salat zwei oder drei verschiedene Straßenstände anfahren muss.

Fast überall kann man auch in Euro bezahlen. Oftmals wird der zu zahlende Betrag direkt in Euro angegeben und man muss nachhaken, wie viele Lek man zahlen muss. Ausgenommen sind natürlich die kleinen Minimärkte und Straßenstände. Hier geht nur Bares. Auch manche Tankstellen akzeptieren nur Bargeld – obwohl Zahlung per Kreditkarte angeschlagen ist. Also immer vor dem Tanken nachfragen!

Noch ein Wort zu den Tankstellen: Man muss in Albanien keine Preise vergleichen. Der Preis wird staatlich festgelegt und ist im ganzen Land (meist) gleich. LPG erhält man an fast jeder Tankstelle (wir haben einen ausreichend großen Gastank verbaut), aber AdBlue haben wir vergeblich gesucht. Wir hatten vorsorglich einen 10 l Kanister mitgenommen.

Wir haben sehr viele freilaufende und herrenlose (?) Hunde gesehen. Aber diese machten meist einen großen Bogen um uns und waren nie aggressiv. Wir kennen das von anderen südlichen Ländern und uns hat es nicht weiter gestört. Man braucht keine Angst zu haben.

In der Stadt, insbesondere wenn man an Ampeln steht, kommen immer wieder Kinder, um zu betteln. Man sollte den Kindern aber kein Geld geben. Meist werden sie von Erwachsenen dazu angehalten zu betteln und dürfen auch nicht zur Schule. Das sollte man nicht unterstützen.


Wir sind sicher, dass wir wiederkommen. Das Land hat so viel zu bieten ...
Für das kommende Jahr haben wir bereits andere Pläne, aber vielleicht in 2024?


Zu guter Letzt möchten wir Euch noch einige Literaturtipps geben.

Die Reiseführer haben wir hauptsächlich zur Vorbereitung unserer Reise verwendet.
Während unserer Tour durch Albanien war das Tourenbuch von Martina & Günther Holzmann eine große Hilfe um nicht zu sagen "Gold wert". Dieses möchten wir Euch ganz besonders ans Herz legen.
Auch die Straßenkarte haben wir hin und wieder genutzt, wenn das Navi mal nicht so wollte wir es sollte.


Albanien – ein faszinierendes Reiseland für Wohnmobile und PKW
Tourenbuch für Wohnmobile und PKW von HOBO-TEAM.COM - Martina & Günther Holzmann
mit großer Übersichtskarte und Daten-Download
Ein Muss für alle Selbstfahrer, mit Haupt-/Nebenrouten und vielen wertvollen Informationen, Hinweisen und Tipps!

Albanien
Reiseführer vom Trescher Verlag
Die Autoren sind Frank Dietze und Shkëlzen Alite
Ausführlicher Überblick zu Geschichte und Kultur, praktische Reisehinweise und ausführliche Informationen zu den Sehenswürdigkeiten des Landes

Mit dem Wohnmobil nach Albanien
Womo-Reihe, Band 75 von Ulrike & Frank Staub
Gut recherchierte Touren durch die schönsten und interessantesten Regionen, Empfehlungen zu Stell- und Campingplätzen mit Anfahrtswegen, GPS-Koordinaten und Kurzbeschreibungen

Wie bitte? Wohin? Albanien
99 Fakten über ein faszinierendes Land im Aufbruch
Von HOBO-TEAM.COM - Martina & Günther Holzmann
Das Buch greift 99 Fakten aus allen Lebensbereichen des Landes und seiner Bewohner auf. Es räumt auf mit falschen Vorstellungen und klärt informativ, ehrlich, unterhaltsam und witzig über das kleine Land am Westbalkan und seiner Bevölkerung auf.
Sehr interessante Lektüre, die man vor dem Urlaub lesen sollte.

Albanien – Auto + Freizeitkarte
von freytag & berndt im Maßstab 1:150 000